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| Aachener Nachrichten - 23.10.2002: |
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| „Untätigkeit der Verwaltung“ beklagt Pelzfarm-Gegner wollen jetzt politisch Druck machen |
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Aachen (wb). Die Gegner der Orsbacher Pelzfarm wollen die Stadt zum Jagen tragen. In einem Brief der „Tierversuchsgegner Aachen – Menschen für Tierrechte“ an alle Ratsfraktionen beklagt der Verein die „Untätigkeit der Verwaltung“.
Entzürnt ist die Vereinssprecherin Elisabeth Heß vor allem über eine vom städtischen Presseamt verbreitete Erklärung. Darin beteuert die Verwaltung, die umstrittene Pelzfarm sei regelmäßig überprüft worden; weil die Mehrzahl der Käfige nicht den Anforderungen eines ministeriellen Erlasses entspreche, könne man den Betrieb nicht Knall auf Fall schließen. Eine Ordnungsverfügung mit Fristsetzung liege nun dem Landesministerium zur Prüfung vor.
Das alles komme reichlich spät, wettert Elisabeth Heß. Nach ihrer Einschätzung hätte die Stadt schon im April „durchgreifende Schritte“ gegen den Betreiber der Pelzfarm unternehmen können. Genau vier Jahre alt ist ein Erlass des Landesumweltministeriums, in dem die Haltungsbedingungen der Tiere geregelt werden. Für bestehende Anlagen räumte das Ministerium eine Übergangsfrist zum Umbau der Käfige ein. Kurz vor deren Ablauf im Dezember 2001 ordnete Düsseldorf eine Überprüfung an, bei der sich herausstellte, dass in Orsbach noch nicht alle Auflagen eingehalten wurden.
Seither dränge man darauf, gemeinsam mit der Stadt Aachen einen rechtlichen Weg zu finden, um den Betreiber zur Erfüllung der Auflagen zu bewegen, heißt es im Düsseldorfer Ministerium. Denkbar seien diverse Zwangsmittel bis hin zur Schließung des Betriebes.
Den Aachener Entwurf einer Ordnungsverfügung wollen die Ministerialbeamten bis Ende des Monats rechtlich prüfen; dann geht das Schriftstück zurück nach Aachen und soll dann dem Betreiber zugestellt werden.
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| Hinweis: Die Ansichten, die in den hier angezeigten Presseartikeln wiedergegeben werden, entsprechen nicht unbedingt den Ansichten des Bündnisses für die Schließung der Nerzfarm-Orsbach. Sie werden hier lediglich deswegen gezeigt, damit sich jedeR darüber informieren kann, was in der lokalen Presse über die Nerzfarm und die Proteste dagegen berichtet wurde. |
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