 |
|
| Eschweiler Nachrichten - 19.04.2004: |
|
| Tierschützer-Proteste vor Kaufhaus |
|
Sie wollen Kaufhausketten dazu bringen, keine Pelze zu verkaufen. Am Samstag vor Eschweiler Modehaus Bilder aus Nerzfarmen.
Eschweiler "Menschen für Tierrechte" nennt sich eine Gruppe Aachener Tierschützer, die sich für das artgerechte Halten von Tieren und gegen Tierversuche engagiert. Die Tierversuchsgegner protestierten am Samstag in Eschweiler vor der Filiale des Kaufhauses Peek & Cloppenburg.
Mit Fotos, die Motive aus Nerz-Farmen zeigten, bildeten sie einen "Walk of Shame", der veranschaulichte, unter welchen Bedingungen die Tiere in den Farmen gezüchtet werden, um aus ihren Pelzen Mäntel und andere Kleidungsstücke herzustellen. Mindestens drei Tiere werden zusammen in einem Käfig gehalten, der kaum Platz für ein Tier bietet - so die Tierschützer. Allein in NRW werden nach ihren Angaben jährlich 45.000 Nerze gezüchtet, davon allein 25.000 in der Nerz-Farm in Aachen.
Mit ihrer bundesweiten Kampagne wollen die Tierschützer große Kaufhausketten bewegen, Kleidungsstücke, die aus Pelz gemacht sind aus ihrem Sortiment zu nehmen. "Dabei geht es nicht nur um Mäntel, sondern auch um Kleidungsstücke mit Pelz-Applikationen oder kleinere Pelz-Artikel, wie Haarbänder etc., die keine Luxusprodukte sind, und die sich viele Leute leisten können", so Organisatorin Janine Kraft.
Immer wieder Demos
Seit über einem Jahr protestieren die Tierschützer vor den großen Filialen, unter anderem auch in Eschweiler. Bundesweit soll es bislang von dieser und vergleichbaren Gruppen 600 solcher Protestaktionen gegeben haben.
Die Reaktionen der Kaufhäuser sind unterschiedlich. Während sich viele große Kaufhausketten wie Karstadt und C&A entschieden haben, keine Pelze mehr zu verkaufen, handelt der Konzern Peek & Cloppenburg weiterhin mit Rauchwaren.
Der Konzern weist dabei darauf hin, dass er seine Produkte aus einwandfreier, nicht zu beanstandender Produktion bezieht. Als einer der führenden Bekleidungskonzerne in Deutschland sei der Konzern darum bemüht, sich als ethisch und sozial verantwortungsbewusstes Unternehmen zu präsentieren, und lege großen Wert darauf, den Kunden Ware anzubieten, die unter menschenwürdigen Bedingungen und unter Berücksichtigung des Umweltschutzes hergestellt wurden.
Nach Meinung der Tierschützer kommt dabei jedoch die Verantwortung für Tiere zu kurz.
Informationen zum Thema «Pelze und Tierschutz» gibt es auch im Internet unter den Adressen www.offensive-gegen-die-pelzindustrie.de sowie regional unter www.tierversuchsgegner-aachen.de.
(clk) |
|
|
|
| Hinweis: Die Ansichten, die in den hier angezeigten Presseartikeln wiedergegeben werden, entsprechen nicht unbedingt den Ansichten des Bündnisses für die Schließung der Nerzfarm-Orsbach. Sie werden hier lediglich deswegen gezeigt, damit sich jedeR darüber informieren kann, was in der lokalen Presse über die Nerzfarm und die Proteste dagegen berichtet wurde. |
|
 |