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| Aachener Zeitung - 25.11.2003: |
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| Viel Protest von Zwei- und Vierbeinern |
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Aachen. «Mein Pelz gehört mir - wenn der Staat versagt, ist der Verbraucher gefragt»
Unter diesem Motto versammelten sich 60 Tierschützer mit ihren Hunden zu einer «Fifi»-Parade, die auf das Leid der Tiere in der Nerzfarm Aachen-Orsbach aufmerksam machen sollte.
Das «Bündnis für die Schließung der Nerzfarm-Orsbach» hatte in Zusammenarbeit mit weiteren bundesweiten Tierschutzvereinen anlässlich der bevorstehenden Tötung der Tiere Ende November zu der Protestaktion aufgerufen.
Die Tierfreunde hatten ihren Vierbeinern ein Leibchen mit der Aufschrift «Mein Pelz gehört mir» umgezogen und waren - mit Plakaten ausgestattet - bewusst nur durch die Innenstadt gezogen, um angebliche Missstände an der Nerzfarm zu thematisieren und den Verbraucher zum Verzicht auf den Kauf von Pelzen zu motivieren.
Ebenso wurden Unterschriften gesammelt und Postkarten verteilt. Für den 4., 11. und 18. Dezember jeweils von 17 bis 19.30 Uhr sind Mahnwachen am Kugelbrunnen in Aachen angekündigt.
Seit 1998 setzt sich das Bündnis für die Schließung der Nerzfarm ein, auf der 25000 Nerze gehalten werden.
Neben den ethisch-moralischen Vorwürfen der Tötung von Tieren zwecks Pelzerwerb prangern die Tierschützer an, dass der Nerzfarm-Betreiber gegen geltende Auflagen der Tierhaltung verstoße.
Die Vorwürfe: Die Anlage sei zu 40 Prozent baurechtlich illegal und zu weiteren 20 Prozent baurechtlich zweifelhaft. «Der Betrieb ist auf ganzer Linie ein Skandal», meint Elisabeth Heß, Sprecherin des «Bündnisses zur Schließung der Nerzfarm in Ortsbach».
Eine Strafanzeige gegen den Betreiber der Nerzfarm und die Verantwortlichen der Stadt Aachen habe die Staatsanwaltschaft Aachen abwiesen, der Strafantrag vom «Bundesverband gegen Rechtsmissbrauch e.V.» vom Oktober 2001 wegen Vergehen nach dem Tierschutzgesetz wurde mittlerweile eingestellt.
Zwar hat die Staatsanwaltschaft in ihrer Begründung zur Verfahrenseinstellung das durch die Käfighaltung lebenslang andauernde Leiden der Nerze als erwiesen angesehen. Jedoch handle der Beschuldigte nicht rechtswidrig.
Für ihn gelte der «gesellschaftlich anerkannte, vernünftige Grund», nämlich die Gewinnung von Kleidung, für die auch die Tötung von Tieren als gerechtfertigt anerkannt sei.
«Der wirtschaftliche Nutzen reicht in unseren Augen nicht aus, um Tiere zu töten», erklärt Heß weiter und verweist auf eine Emnid-Umfrage, in der sich 70 Prozent der Bundesbürger für ein Verbot von Pelzfarmen und das Töten von Tieren für Pelzbekleidung aussprechen.
Die Vorwürfe vom Staatlichen Umweltamt zur baurechtlich illegalen Situation des Betriebes seien von der Bezirksregierung Köln bestätigt worden.
«Der Tierschutz ist seit dem 1. August 2002 in der Verfassung verankert, aber bislang ist noch kein Urteil gefallen, der diesem Recht Rechnung trägt», beklagt Heß.
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| Hinweis: Die Ansichten, die in den hier angezeigten Presseartikeln wiedergegeben werden, entsprechen nicht unbedingt den Ansichten des Bündnisses für die Schließung der Nerzfarm-Orsbach. Sie werden hier lediglich deswegen gezeigt, damit sich jedeR darüber informieren kann, was in der lokalen Presse über die Nerzfarm und die Proteste dagegen berichtet wurde. |
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