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| Aachener Nachrichten - 11.02.2003: |
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| Die Stadt verhängt 2500 Euro Zwangsgeld |
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Konflikt um Pelzfarm Orsbach geht weiter
Von Nachrichten-Redakteur Ernst Schneiders
Aachen. Tierschützer sprechen von einem "Treppenwitz". Gerade mal 2 500 Euro Zwangsgeld hat das Ordnungsamt der Stadt Aachen gegen den Orsbacher Nerzfarmer verhängt, sollte er die Auflagen der Ordnungsverfügung (Vergrößerung der Käfige) nicht erfüllen.
Die Frist für die Umrüstung der Käfige lief am 31. Januar 2003 ab. Diese Frist hat er verstreichen lassen, hat inzwischen Widerspruch eingelegt und beim Verwaltungsgericht kurz vor Toresschluss einen Eilantrag gestellt, um die sofortige Vollziehung der Ordnungsverfügung und damit auch das Zwangsgeld zu stoppen (wir berichteten). Ob ihm das gelingt, wird in wenigen Wochen feststehen. "Alle Unterlagen sind zum Gericht gebracht worden", so Hans Poth, Leiter des Presseamts, darunter auch der Widerspruch, der irgendwann vom Regierungspräsidenten beschieden wird.
Sollte das Gericht die Ordnungsverfügung gutheißen, und davon wird ausgegangen, dann kann nach zwei weiteren Zwangsgeldern die Farm geschlossen werden. Und dieses Zwangsgeld, so Poth weiter, könnte erheblich höher ausfallen als die in Rede stehende Summe von 2 500 Euro, die niemand im Rathaus offiziell bestätigen wollte – aber auch nicht dementieren. Das Bündnis zur Schließung der Nerzfarm hat inzwischen die Stadt Aachen aufgefordert, während des laufenden Verfahrens den Neubesatz der Käfige mit Jungnerzen zu unterbinden. Bündnis-Sprecherin Elisabeth Heß: "Nach den bisherigen Erfahrungen mit der Stadt in dieser Sache ist es ihr zuzutrauen, dass sie den Neubesatz der Farm stillschweigend duldet. Die nächste Generation Jungtiere ist schon Ende Februar, Anfang März zu erwarten. Die Stadt hat die Möglichkeiten, das zu untersagen."
Der Landesverband des BUND hat unterdessen darauf hingewiesen, dass der Orsbacher Nerzfarmer "anhaltend und hartnäckig" gegen den NRW-Pelztiererlass verstoße. Außerdem habe der Betrieb nicht einmal eine Erlaubnis zur Tierhaltung nach dem Tierschutzgesetz. "Die Anlage muss geschlossen werden", heißt es in einer Erklärung des BUND.
Beispiel Italien
Es geht auch anders, wie in Italien. Dort ist mit Jahresbeginn 2009 das Halten von Pelztieren in Käfigen verboten. Zusätzlich gilt für Füchse und Nerze: Es muss Höhlen für die Tiere geben, für Nerze außerdem Schwimmmöglichkeiten von mindestens 2x2 Metern und einer Wassertiefe von 50 Zentimetern. Nach Einschätzungen von Experten bedeutet diese Form der Tierhaltung das Aus für die italienischen Pelzfarmen.
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| Hinweis: Die Ansichten, die in den hier angezeigten Presseartikeln wiedergegeben werden, entsprechen nicht unbedingt den Ansichten des Bündnisses für die Schließung der Nerzfarm-Orsbach. Sie werden hier lediglich deswegen gezeigt, damit sich jedeR darüber informieren kann, was in der lokalen Presse über die Nerzfarm und die Proteste dagegen berichtet wurde. |
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