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| Aachener Nachrichten - 21.10.2002: |
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| Die 25 000 Nerze werden sterben |
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Erneute Demo an der Pelzfarm – „Können diese Tiere nicht mehr retten“ – Versäumnisse der Stadt Aachen?
Von Nachrichten-Mitarbeiterin
Sonja Heinen
Aachen. Das Schicksal von rund 25 000 Nerzen der Pelzfarm Orsbach scheint besiegelt. Was aus rechtlicher Sicht versäumt wurde, so der Vorwurf der Tierschützer gegen die Stadt Aachen, konnten auch die Demonstranten vom „Bündnis zur Schließung der Nerzfarm Orsbach“ nicht verhindern.
„Wir können diese Tiere nicht mehr retten, aber wir können verhindern, dass es wieder passiert“, fasste der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Lutz Viertaler, den Anlass der Demonstration zusammen. „Die Tiere vegetieren seit mindestens sechs Monaten dahin. Die Massentötung im nächsten Monat kann in dem Fall nur noch Erlösung sein. Wir müssen es schaffen, dass im nächsten Jahr kein neuer Bestand mehr aufgebaut wird.“
Etwa 100 Demonstranten gingen am Samstag nicht nur auf die Straße, sondern auch ins Feld. Nach einer Kundgebung mit Vertretern der acht Tierschutzvereine vom „Bündnis zur Schließung der Nerzfarm Orsbach“ und einem Protestmarsch durch die Innenstadt setzten die Teilnehmer die Aktion am Nachmittag in Orsbach fort. Im strömenden Regen marschierten sie gemeinsam etwa zweieinhalb Kilometer von der Orsbacher Kirche über Feldwege zur Nerzfarm. Mit mehreren Einsatzwagen schirmte die Polizei das Gelände ab, das der Betreiber mit Stacheldraht und Mauern vor Einblicken geschützt hat, so dass nur noch ein unangenehmer Geruch auf die Tierfarm schließen lässt. Die Demonstranten suchten natürlich nicht nur auf diesem Weg die Konfrontation mit dem Betreiber, sondern gehen seit dem NRW-Erlass von 1999, der eine Umstrukturierung und Vergrößerung der Pelztier-Käfige bis Ende 2001 vorschreibt aktiv gegen die Farm vor. Lautstark brachten sie ihren Protest vor dem Grundstück zum Ausdruck, während der Inhaber weder persönliche Reaktionen zeigte noch zu einem Pressegespräch bereit war.
Elisabeth Heß, Pressesprecherin des Vereins „Tierversuchsgegner Aachen – Menschen für Tierrechte“, warf der Stadt Aachen Tatenlosigkeit vor: „Die Farm hätte im Mai geschlossen werden können! Die Stadt hat dem Betreiber jetzt erst eine Frist gesetzt – zehn Monate zu spät.“
Empört zeigten sich die Tierschützer über eine Äußerung von Oberbürgermeister Jürgen Linden, derzufolge eine Schließung der Farm nicht in Betracht komme, da die Veränderungen im Rahmen des Erlasses nur geringfügig seien. „Der OB kann sich nicht anmaßen, den Erlass nicht umzusetzen“, kritisiert Heß.
Bevor sich die Demonstration friedlich auflöste, machten die Aktiven deutlich, dass sie solange auf die Straße gehen wollen, bis die Nerzfarm endlich geschlossen wird.
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| Hinweis: Die Ansichten, die in den hier angezeigten Presseartikeln wiedergegeben werden, entsprechen nicht unbedingt den Ansichten des Bündnisses für die Schließung der Nerzfarm-Orsbach. Sie werden hier lediglich deswegen gezeigt, damit sich jedeR darüber informieren kann, was in der lokalen Presse über die Nerzfarm und die Proteste dagegen berichtet wurde. |
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