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| Aachener Nachrichten - 16.11.2005: |
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| „Pelzfarm: „Endet wie Hornberger Schießen“ |
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Stadt verweist auf Staatliches Umweltamt Aachen
Von unserem Redakteur Werner Breuer
Aachen. Noch grübeln Behörden und Juristen, doch Umweltdezernentin Gisela Nacken wagt schon eine Prophezeiung. Der Streit um die Pelztierfarm in Orsbach werde ausgehen wie das Hornberger Schießen, meint die Beigeordnete. Im Umweltausschuss erfuhren die Politiker gestern Abend, dass weniger die Stadt, sondern eher des Staatlichen Umweltamt Aachen (StUA) zuständig ist. Das lege sicher strengere Maßstäbe an, erklärte eine Vertreterin des städtischen Bauordnungsamtes in der Sitzung. So gehe das StUA davon aus, dass mehr als vier Gebäuden des Betriebs der amtliche Segen fehlt. Mit dem Streit, den die Behörde darüber mit dem Betreiber führt, werden sich noch in dieser Woche die Juristen am Aachener Verwaltungsgericht beschäftigen. Sollten sich die Richter auf die Seite des Staatlichen Umweltamtes stellen, könnte der Betreiber nach Einschätzung der Stadtverwaltung womöglich einige seiner Gebäude eine Weile nicht nutzen. Ein Sieg für die Gegner der Pelztierfarm wäre es langfristig aber kaum, denn der Betreiber könnte umgehend einen neuen Antrag stellen. Dass der genehmigt werden könnte, verblüffte Hans Alt-Küppers (SPD). "Man erwirkt doch keine Gerichtsentscheidung, wenn man dann eine Genehmigung erteilt."
Aus Sicht des städtischen Bauordnungsamtes könne allerdings die "Genehmigungsfähigkeit gegeben" sein. Immerhin habe in den 1960er Jahren der damals zuständige Kreis Aachen der Pelzfarm seinen Segen erteilt. Selbst wenn der Betrieb später über seinerzeit gezogene Grenzlinien hinaus gewachsen sei, könne man ihm damit nach Ansicht der Aachener Stadtverwaltung heute nicht beikommen; zu lange sei das von Behörden geduldet worden.
"Wenn wir heute frisch einen solchen Antrag auf den Tisch bekämen, würden wir ihn genehmigen", stellte Gisela Nacken klar, „und das gilt auch für das Staatliche Umweltamt“. Wer die Orsbacher Pelztierfarm dichtmachen wolle, könne das nur über ein bundesweites Verbot erreichen.
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| Hinweis: Die Ansichten, die in den hier angezeigten Presseartikeln wiedergegeben werden, entsprechen nicht unbedingt den Ansichten des Bündnisses für die Schließung der Nerzfarm-Orsbach. Sie werden hier lediglich deswegen gezeigt, damit sich jedeR darüber informieren kann, was in der lokalen Presse über die Nerzfarm und die Proteste dagegen berichtet wurde. |
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