25.000 Nerze sterben in der Nerzfarm in Aachen - Kein Orden für Linden von Tierschutzseite
Aachen ist bekannt für die Verleihung vieler berühmter Ehrungen und Orden. Weniger bekannt ist die tierschutzfeindliche Haltung unserer schönen Stadt. So gibt es in Aachen Orsbach eine Nerzfarm, die mit ca. 25.000 Tieren eine der größten Farmen Deutschlands ist. Wie in allen Farmen bietet sich auch in Aachen das gleiche Bild des Grauens: Eingepfercht vegetieren Wildtiere in engen Drahtkäfigen, die nach wenigen Monaten um ihres Felles willen vergast werden.
Was hat dies mit der Stadt Aachen zu tun? Leider sehr viel! Bitte lesen Sie, wie die Stadt Aachen mit den Vorgaben und Rechtsvorschriften des Landes umgeht, den Tierschutz mit Füßen tritt und den Nerzfarmbetreiber in Aachen trotz diverser Rechtsverstöße schont. Bitte setzen Sie sich für die Einhaltung und Durchsetzung des Tierschutzes ein und sprechen Sie mit den Verantwortlichen der Stadt Aachen Dr. Jürgen Linden und Dr. Friedel Erlenkämper.
Zur Sachlage: Das NRW Umweltministerium hat in einem Erlass vom Oktober 1999 minimal Anforderungen im Sinne des Tierschutzes erhoben (Vergrößerung und Umstrukturierung der Käfige). Für die Umsetzung dieses Erlasses bis zum 31.12.2001 waren und sind die Kommunen zuständig. In ganz NRW und auch in Aachen gibt es Vollzugsdefizite, weil die Städte offensichtlich kein Interesse an der Durchsetzung des Erlasses und dem Schutz der Tiere haben. Erst nach einem Jahr der Untätigkeit, in der eine weitere Generation von Nerzen sterben musste, hat die Stadt Aachen auf Druck des Landes hin reagiert und per Ordnungsverfügung die Umsetzung des Erlasses mit Frist zum 31.01.2003 eingefordert. In der Öffentlichkeit wurde immer wieder fälschlicherweise behauptet, dass man aufgrund der unsicheren Rechtslage, nicht handeln könne. Als im letzten Jahr ebenfalls durch öffentlichen Druck illegale Fuchstransporte des Farmbetreibers offen gelegt wurden, verzichtete die Stadt auf Maßnahmen gegen den Betreiber, obwohl zumindest ein Bußgeldtatbestand vorlag. Die Liste der Vorwürfe könnte fortgesetzt werden, aber heute geht es in erster Linie um das aktuelle Geschehen, bei dem wir die Stadt Aachen auffordern, die erforderlichen juristischen Möglichkeiten gegen den Betreiber zu ergreifen. Zurzeit hat der Farmbetreiber erwartungsgemäß Widerspruch gegen den Sofortvollzug der Ordnungsverfügung eingelegt. Das Verwaltungsgericht muss nun in einem Eilantrag die Rechtslage klären.
Bitte unterstützen Sie unseren Protest & helfen Sie die Nerzfarm Orsbach zu schließen! Wie uns das NRW Ministerium mitteilte, muss jetzt eine eigentlich selbstverständliche Maßnahme gegen den Farmbetreiber ergriffen werden: Das Verbot während des laufenden Gerichtsverfahrens neue Jungtiere zu züchten und die nicht rechtmäßigen Käfige zu nutzen. Es muss verhindert werden, dass der Farmbetreiber durch eine neue Generation von Nerzen Fakten schafft, die erst vor Gericht geklärt werden müssen: die Rechtmäßigkeit des Betriebes! Mit Jungtieren ist schon ab Ende Februar/ Anfang März zurechnen Eile ist geboten! Und aufgrund der bisherigen Erfahrungen in Aachen auch öffentlicher Druck!
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